108 - Ostdeutsche Migrationsgesellschaft selbst erzählen - MigOst

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Auch Ostdeutschland hat eine Migrationsgeschichte: DDR-Vertragsarbeiter*innen u.a. aus Vietnam, Mosambik und Polen beluden Schiffe in Rostock, förderten Kohle in der Lausitz, bauten Waggons in Halle. Menschen kamen für eine Ausbildung oder einen der raren Studienplätze; andere als politische Emigrant*innen. Ab den 1990er Jahren folgten Spätaussiedler*innen, Kontingentflüchtlinge und Kriegsflüchtlinge aus Jugoslawien, später aus Syrien und Afghanistan. Andere, als Kinder binationaler Paare in Ostdeutschland geboren, machten Erfahrungen des Andersseins, obwohl sie selbst keine Migration erlebten. MigOst macht vielfältige Lebensgeschichten sichtbar. Aus einer Alltagsperspektive sollen Erfahrungen von Menschen mit Migrationsgeschichte zu Zeiten der DDR, der Wiedervereinigung bis in die Gegenwart thematisiert werden. Fragen nach Identität und Zugehörigkeit, nach Praxis und Erfahrung des Ankommens, Bleibens und Gehens sowie nach Diskriminierung und Rassismus können eine Rolle spielen.

Das Projekt läuft zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch (bis 03/2024). Die Dokumente werden erst nach Abschluss vollständig verzeichnet und erschlossen.

Laufend aktuelle Informationen finden sich unter: https://www.damost.de/projekte/migost/
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