Wanderbücher dienten wandernden Handwerksgesellen als Legitimations- und Meldedokument. Darin waren persönliche Angaben zum Inhaber enthalten, außerdem trugen polizeiliche oder städtische Behörden ein, wie lang und wo ein Geselle an einem Ort gearbeitet hatte. Daher bieten sie eine gute Möglichkeit, die Wanderrouten der Gesellen und ihre Aufenthaltszeiten nachzuvollziehen. Die beiden ISGV-Wanderbücher stammen von dem Posamentiergesellen Gustav Ferdinand Werner (Eintragungen von 1853 bis 1855 und von 1858 bis 1859) und dem Tischler- und Orgelbauergesellen August Friedrich Heerklotz (Eintragungen von 1829 bis etwa 1831).

Beschriebene Zeiten

  • (1830-1918) Konstitutionelle Monarchie