45 - Neubauern

Seit dem Jahr 2010 wird am ISGV das Projekt „Fremde – Heimat – Sachsen. Vertriebene als Neubauern“ durchgeführt, das sich mit der Ansiedlung und Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen in der ländlichen Gesellschaft Sachsens nach 1945 befasst. Im Rahmen des Projektes werden in zwei ausgewählten Regionen (ehem. Muldentalkreis bzw. Oberlausitz) sowohl Vertriebene und deren Nachkommen wie auch Alteingesessene mit leitfadengestützten Interviews befragt. Ziel ist es, die Anpassungsleistungen und Identitätskonstruktionen von Vertriebenen und zugleich die Interaktionen zwischen Neu- und Altbürgern am konkreten Beispiel und aus der Subjektperspektive zu untersuchen. Die durch persönliche Dokumente der Befragten (Familienchroniken, Fotos u.a.) ergänzten narrativen Interviews werden als wertvolle biografische Zeugnisse in das Lebensgeschichtliche Archiv aufgenommen.
Das Forschungsprojekt wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Weiterhin unterstützen das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, das Sächsische Staatsministerium des Innern sowie die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung das Vorhaben. Ein Kooperationsabkommen besteht darüber hinaus mit dem Herbert-Wehner-Bildungswerk e.V. Weiterführende Informationen können direkt von der Projektseite bezogen werden: http://www.neubauern-sachsen.de/

Beschriebene Zeiten

  • (1945-1990) DDR-Zeit