Karl Hermann Wolf (1861-1939) wurde in Großwaltersdorf bei Brand-Erbisdorf geboren. Er ging in Eppendorf und später in Oederan zur Schule. Bis 1880 besuchte er das Lehrerseminar in Annaberg und wurde Kirchschullehrer. Nach der Beendigung seiner Ausbildung erhielt er eine Lehrerstelle in Niederlauterstein. Ende der 1880er Jahre übernahm er schließlich eine Lehrerstelle in Döhlen im Plauenschen Grund bei Dresden. Hier gründete er 1887 den „Verein für Gesundheitspflege und arzneilose Heilweise“. 1890 eröffnete er, nachdem er seine Lehrerstelle aufgegeben hatte, eine Praxis für Naturheilkunde in Döhlen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde er Mitglied der Sozialdemokratischen Partei.
Unter den Materialien, die im ISGV im Original vorliegen, sind neben seinen autobiografischen Lebenserinnerungen auch diverse andere lebensgeschichtliche Dokumente wie Zeugnisse und Empfehlungsschreiben zu finden. Eine vom Haus der Heimat, Freital über Wolf zusammengestellte Materialsammlung ergänzt den Bestand.
Wie genau die Unterlagen ins ISGV gelangten, kann nicht mehr nachvollzogen werden. Vermutlich aber befanden sie sich bereits im Besitz seiner Vorgängerinstitution, der Arbeitsgruppe Volkskunde der Akademie der Wissenschaften der DDR, die sie wohl vom Haus der Heimat in Freital erhalten hatte.

Beschriebene Zeiten

  • (1830-1918) Konstitutionelle Monarchie
  • (1933-1945) NS-Zeit
  • (1918-1933) Weimarer Republik