33 - Tagebuch des Politikers Hans Hartl

1 Person
Hartl, Hans
  Seite   Zeige:
1 Objekt
Tagebuch Hans Hartl
  Seite   Zeige:
Hans Hartl (1858–1939) stammte aus Reichenberg (Liberec). Nach dem Studium der Mathematik und Physik in Prag lehrte er beide Fächer an der Staatsgewerbeschule in Reichenberg, deren Direktor er von 1907 bis 1913 war. Von 1911 bis zur Gründung der Tschechoslowakei 1918 war er Abgeordneter des Österreichischen Reichstages für Reichenberg. Nach der Gründung der Deutschen Nationalpartei für die Tschechoslowakei 1919 erhielt er 1920 (bis 1928) einen Sitz im Senat des tschechoslowakischen Parlaments.
Die von ihm selbst zusammengestellten Auszüge aus seinen Tagebüchern reichen vom Oktober 1918 bis zum Mai 1919 und dokumentieren eine für die sudentendeutsche Politik hochbrisante Zeit: die Lösung Böhmens und Mährens von Österreich-Ungarn, die Proklamation einer unabhängigen tschechoslowakischen Republik, die Einbeziehung des sudetendeutschen Gebietes in den neuen Staat und die Flucht der selbsternannten sudentendeutschen Landesregierung um Rudolf Lodgman von Reichenberg über Dresden nach Wien im Dezember 1918.
Das Original der Aufzeichnungen befindet sich im Archiv des Masaryk-Instituts der Tschechischen Akademie der Wissenschaften in Prag (Masarykův Ústav a Archiv av ČR). Es wurde im Rahmen des Projektes „Lebensgeschichten des sächsisch-böhmischen Grenzraumes“ durch Petr Lozoviuk erhoben.

Beschriebene Zeiten

  • (1918-1933) Weimarer Republik